Präventivkur Bundeswehr

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In der Fachklinik haben Soldaten/-innen nach einem Auslandseinsatz die Möglichkeit zur therapeutischen Regeneration. Die Maßnahme dauert in der Regel drei Wochen und ist auf die Bedürfnisse der Bundeswehr abgestimmt. Die Präventivkur soll in unmittelbarem Zusammenhang mit dem belastenden Ereignis stattfinden und ist innerhalb von 6 Monaten nach Rückkehr aus dem Einsatz abzuschließen (siehe BMVg Fü San I 1 LoNo vom 23.04.2008). Es darf keine akute Erkrankung vorliegen.

Nach Absprache und bei freier Kapazität besteht die Möglichkeit gegen Aufpreis eine Begleitperson im Doppelzimmer mitzunehmen. Bei einem Aufenthalt von mindestens einer Woche zahlt die Begleitperson ganzjährig statt 60 € nur 49 € pro Nacht im Doppelzimmer mit Vollpension (Unterbringung in Suiten ausgenommen).

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Behandlungsteam

Ein Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie ist für die Betreuung der Soldaten/-innen zuständig. Eine erfahrene Psychologin gewährleistet die Entspannungs- und Gesprächsangebote. Sport-, Physio-, Musiktherapeuten, Masseure und med. Bademeister ergänzen konditionsfördernde und bewegungstherapeutische Trainingseinheiten sowie Entspannungsverfahren. Examinierte Pflegefachkräfte mit kommunikativer Zusatzausbildung sind bei Anliegen behilflich.

Behandlungsverlauf

In Absprache mit dem Soldaten/der Soldatin wird für ihn/sie ein integratives, übergreifend ansetzendes Therapieprogramm erstellt. Im Vordergrund der Präventivkur steht die Vermittlung von Präventionsstrategien zur nachhaltigen Stabilisierung der psychischen und physischen Verfassung nach dem Auslandseinsatz.

Im Fokus der Gespräche steht vor allem die Unterstützung des Soldaten/der Soldatin bei der Verbesserung von Stressbewältigungsstrategien. Die Gespräche konzentrieren sich auch auf eine Reflektion der im Rahmen der prophylaktischen Angebote erreichten Fortschritte bei der körperlichen Konditionierung und auf die Betrachtung psychologischer Zusammenhänge. Zudem werden verschiedene Entspannungstechniken erlernt.

Begleitend absolviert jeder Soldat/jede Soldatin einzeln oder in der Gruppe ein auf körperliche Aktivierung orientiertes physiotherapeutisches Therapieprogramm mit medizinischer Trainingstherapie, Sporttherapie sowie Terraintraining der höchsten Belastungsstufe. Bei weiteren Beschwerden sind spezifische balneologische und physikalische Anwendungen möglich.